Spriritualität der Straße

Als Gläubige sind wir nicht dazu berufen, Erreichtes zu zementieren und ebenfalls nicht, am Scheitern festzuhalten. Es geht vielmehr immer um den nächsten Schritt. Wenn wir uns auf das Geschehen einlassen, also auf das, was uns begegnet, umgibt oder widerfährt, dann folgt daraus immer eine Handlungsoption oder eine neue Möglichkeit.

Dabei geht es nicht um das Machbare. Was wir als machbar erachten, setzt uns bereits Grenzen – nämlich unsere eigenen. Und schon stecken wir wieder fest. Es kommt vielmehr darauf an, den nächsten Schritt zu wagen. So, wie Madeleine Delbrêl und andere es beschreiben, geht es um einen Tanz, dem wir uns unter Gottes Führung anvertrauen können. Und wie beim Tanzen ist es ganz normal, dass die Schritte erst nach und nach immer kühner werden. Tanzen erfordert Mut. Einen Weg zu gehen, der erst im Gehen entsteht, ist ein Abenteuer. „Spriritualität der Straße“ weiterlesen

Gold, Weihrauch und Balthasar – Menschen und Namen

Die Veranstaltung hieß Straßenweihnacht. Eine Woche vor Heiligabend hatte der Verein Straßenblues dazu eingeladen. Und wie wir waren noch viel mehr Menschen davon angezogen. Der Veranstaltungsort, ein Tagesaufenthalt für Wohnungslose, war beinahe bis auf den letzten Platz gefüllt.

Auf mich hatte diese Veranstaltung eine große Anziehungskraft ausgeübt. Ich war sicher, dass dies genau der richtige Weg ist, dass dies zu mir gehört. Dass es mir auf meiner Gottsuche weiterhelfen würde.

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem  und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. „Gold, Weihrauch und Balthasar – Menschen und Namen“ weiterlesen

Vokabeln fürs Nichtstun

Tür auf, rein, vielleicht eine Kerze anzünden, oft nur ein paar Schritte durch die Kirche, manchmal laut, oft fragend, suchend, tastend, so sieht es aus, wenn Menschen, die keine Verbindung mehr haben, in einer Kirche etwas suchen.

Auf Norderney sind die Kirchen in der Urlaubszeit echte Anziehungspunkte. Es gibt diese Sehnsucht, dort etwas zu finden. Urlaub ist eine Zeit, in der Menschen sich öffnen können. Davon sind auch Dorle und Micha Schmidt überzeugt. Im Auftrag der katholischen Kirchengemeinde auf der Nordseeinsel Norderney und in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vor Ort haben die Designer vom „Studio Komplementaer“ in Köln die Pfarrkirche St. Ludgerus, die bei den Insulanern eher „kleine Kirche am Denkmal“ heißt, in einen Erlebnisraum umgestaltet. „Vokabeln fürs Nichtstun“ weiterlesen